4K - Hype oder Humbug?
Aber was ist eigentlich 4K / Quad-Full-HD / UHD und braucht man das wirklich?
Die Nachfrage nach professionellen Displays steigt unaufhörlich. Im Jahr 2012/2013 wuchs der Markt in Deutschland, Österreich und der Schweiz um mehr als 30%.* Vor allem Bildgrößen ab 60“ Diagonale werden immer stärker nachgefragt. Und genau bei eben diesen großen Bildformaten besteht immer häufiger der Wunsch nach einer extrem hohen Auflösung.
„4K“ steht für die horizontale Anzahl von Bildpunkten, also viertausend. Die 4K-Auflösung besitzt eine Pixelanzahl von 4096 x 2160. Fälschlicherweise wird 4K oft synonym zu „Ultra-HD“ (UHD) verwendet. Ultra-HD ist jedoch der Oberbegriff für alle Auflösungen, die über eine extrem hohe Pixelanzahl verfügen und schließt 4K und Quad-HD ein. So liefert Quad-HD, also die 4-fache Full-DH-Auflösung, 3840 x 2160 Bildpunkte und kommt bei professionellen Flachbildschirmen und TVs zum Einsatz. Im Folgenden sprechen wir der Einfachheit halber von "UHD-Displays".

Im Folgenden möchten wir Ihnen das Thema UHD ein wenig näher bringen und die Chancen und Herausforderungen aufzeigen.
Die Vorzüge:
Die Ultrahohe Auflösung ermöglicht es, immer größere Bildschirme zu bauen, bei denen der Betrachtungsabstand immer kleiner werden kann. Bei einem großen UHD-Display sieht der Betrachter praktisch keine Pixelstruktur, selbst wenn er direkt vor dem Bildschirm steht. Das Bild wirkt extrem scharf. Selbst wenn Full-HD-Signale auf einem UHD-Bildschirm verarbeitet werden, wirkt das Bild dank 4-facher Pixelanzahl brillanter und schärfer als auf einem Monitor mit nativer Full-HD-Auflösung.
Die Anwendungsbereiche:
In allen Bereichen, in denen es um die Darstellung kleinster Details und Linien geht, ist eine UHD-Monitorauflösung sinnvoll. Zum einen können die z.B. im Kontrollraum einer Leitstelle Inhalte von 4 Full-HD-Bildschirmen gleichzeitig auf einem Display gezeigt werden, zum anderen erkennt der Betrachter auch im Vollbildmodus selbst kleinste Details.
Schon heute ist UHD und 4K daher in vielen Branchen anzutreffen:
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Automotive
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Forschung & Entwicklung
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Medizinische Anwendungen
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Militär
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Leitstellen & Kontrollräume
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Kreativagenturen
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uvm.

Nutzen Sie die Chance, um mit ultrahochauflösenden Displays neue Zielgruppen zu erschließen und Ihre Kompetenz in Sachen LFD zu veranschaulichen!
Die Herausforderung:
4K Content benötigt einen Datendurchsatz von 11 – 16 Gbit/s bei einer Farbtiefe von 12 Bit. Und genau hier schwächeln viele Signalstandards. Der aktuelle HDMI-Standard HDMI 1.4(a) besitzt eine Datenkompatibilität von max. 10,2 Gbit/s und kann daher 4K Content lediglich mit 30 Bildern/Sekunde darstellen. Dies führt oft zur Wahrnehmung eines leichten Ruckelns bei der Wiedergabe sehr dynamischen Bildinhalten (z.B. schnelle Bewegungen in Videos).
Im Bereich des HDMI-Standards ist aktuell ausschließlich HDMI 2.0 in der Lage, 4K bei 50/60Hz (Bilder/Sekunde) darzustellen. HDMI 2.0 ist aber bisher nur in Ausnahmefällen in Geräten verbaut.
Um die volle Bandbreite bei einer Bildwiederholfrequenz von 60 Hz zu nutzen, bedarf es DisplayPort 1.2 und einem geeigneten Computer (Workstation), der ausreichend Rechenleistung für Datenpakete besitzt, die immerhin die 4-fachen Menge eines Full-HD-Signals beeinhaltet. D.h. nicht nur das Display selbst muss UHD-fähig sein, auch der Zuspieler und das entsprechende Signalkabel müssen besondere Voraussetzungen erfüllen.
Hinzu kommt, dass heutzutage nur eine begrenzte Anzahl von Anbietern auf dem Markt existiert, die sich auf UHD-Content spezialisiert haben. Das Angebot wächst allerdings stetig.
Übrigens: Immer wieder finden sich Billiganbieter von UHD-Displays auf dem Markt. Nur Markengeräte bieten aber wirklich hochwertige Panels, bei denen bspw. die Transitoren der einzelnen Pixel so winzig sind, dass eine optimale Lichtdurchlässigkeit und damit Bildhelligkeit gewährleistet wird. Vergleichen Sie doch einfach mal selbst!
Zusammenfassung
Der Markt der UHD-Displays entwickelt sich rasant. Eine extreme Bildschärfe steht höheren Anschaffungskosten und aktuell bisher vergleichsweise dünn gesätem Content gegenüber.
Sicher ist aber jetzt schon: UHD wird sich in den nächsten Jahren durchsetzen und ist heute bereits in vielen Spezialanwendungen eine sinnvolle Investition.
Über kurz oder lang werden nicht nur immer mehr Videos und Speziallösungen in UHD verfügbar sein. Und auch im Bildungsbereich wird künftig das ultrahochauflösende Display in Kombination mit interaktiver Software fester Bestandteil von Trainings- und Klassenräumen sein. Wann dies soweit sein wird, ist nur noch eine Frage der Zeit. Bei Neuanschaffungen ist die Zukunftssicherheit gewährleistet, selbst wenn heute noch vergleichsweise wenig 4K/UHD-Content existiert und auf bestehenden UHD-Geräten in der Praxis oft nur Full-HD-Inhalte wiedergegeben werden. Sicher ist aber auch, dass niemand eine 4K/UHD-Auflösung braucht, der ausschließlich PowerPoint-Präsentationen zeigen möchte. Hier können Full-HD-Geräte die sinnvollere, weil meist deutlich günstigere, Alternative sein.
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