Videowalls

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Professionelle Displays sind auch immer mehr im Freien oder ähnlichen Umgebungen gefragt, um Informationen für Verkehr, Wegeleitung oder auch Werbebtoschaften an Passanten und Reisende zu vermitteln. Einige Faktoren, die ein Display in Gebäuden aufweisen muss, sind auch Draußen wichtig, aber darüber hinaus muss ein Outdoor Display wegen der speziellen Gegebenheiten in Sachen Temperatur, Schmutz, Feuchtigkeit und vor allem Helligkeit zusätzliche Funktionen mitbringen, um zuverlässig zu funktionieren.

Videowalls Larger als Large Format

Die Marktzahlen sprechen eine klare Sprache: der Trend geht zu immer größeren Displays. Ab einer gewissen Größe werden Flachbildschirme allerdings „unhandlich“, die Logistik und das Handling damit aufwendig und teuer. Ein Display mit einer Diagonale von bspw. 105“ wiegt mit Kartonage etwa 170 – 200 kg und ist knapp 2,60 Meter lang.

Kein Wunder also, dass Videowalls auf dem Vormarsch sind und man nicht nur im Retailbereich immer öfter auf eine Anordnung mehrerer Flachbildschirme zu einem Gesamtbild findet. Doch ob man sich für ein großes Einzeldisplay oder eine Videowall aus mehrerern Geräten entscheidet, will gut überlegt sein. Im Folgenden möchten wir Ihnen die Vor- und Nachteile von Videowalls erläutern und was es zu beachten gilt.

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Vorteile Das spricht für eine Videowall

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Die Logistik von Einzeldisplays ist einfacher und der Preis von vier 55“ Geräten (= Bilddiagonale 110“), liegt i.d.R. deutlich unter dem eines Gerätes mit bspw. 105“ Diagonale. Die immer schmaler werdenden Rahmen werden vom Betrachter in aller Regel als wenig störend wahrgenommen und verschwimmen bei einem gewissen Betrachtungsabstand schnell. Vor allem, wenn bewegte Bilder abgespielt werden.

Beliebig große Bilddiagonalen in einem beliebigen - auch ungewöhnlichem – Bild-Format sind mit einer Videowall kein Problem. Der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Die Aufmerksamkeit des Betrachters ist bei einer gut installierten Videowall sicher. Insofern kommen Videowalls heute nicht nur in großen Einkaufszentren und Shops zum Einsatz, auch als Informationstafeln an öffentlichen Plätzen oder in Kontrollräumen machen Installationen mehrerer Flachbildschirme durchaus Sinn.

Nachteile Das gilt es zu beachten

Videowalls bieten eine Menge Potential, um besonders große und beeindruckende Digital Signage-Installationen umzusetzen. Sie stellen den Anwender und Installateur jedoch auch vor gewisse Herausforderungen.

Wichtig vor der Anschaffung und der Montage einer Videowall ist, dass man sich mit den Erfordernissen auseinandersetzt, die aus dem Zusammenspiel mehrerer Flachbildschirme resultieren. Jedes Display braucht eine eigene Videowall-Wandhalterung, die eine exakte Montage und Feinjustage zulässt. Die Montage einer Videowand ist vergleichsweise aufwändig, damit keine störenden Lücken zwischen den verbauten Flachbildschirme zu erkennen sind. Inzwischen gibt es allerdings eine Vielzahl durchdachter Wandhalterungen, die schnell zu installieren sind und eine Feinjustierung ermöglichen.

Auch müssen die Einzeldisplays fast immer kalibriert werden. Auch Flachbildschirme des selben Typs stellen meist Farben- und Helligkeit leicht anders da. In einer Videowall soll aber ein völlig homogenes Bild gezeigt werden. Mittels zusätzlicher Hard- und Software muss jede Videowall vor Inbetriebnahme auf eine einheitliche Wiedergabe von Farbe und Helligkeit abgestimmt werden. Hierfür ist eine gewisse Erfahrung des Monteurs nötig.

Die Hardware (Displays und Halterung) sind eine Komponente bei einer Videowallinstallation, der Content eine andere. Doch erst ein Digital Signage Player und ein Videowall-Controller machen aus einem System eine Gesamtlösung und sorgen dafür, dass jedes Einzeldisplay mit dem richtigen Bildinhalt bespielt wird.

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Zubehör Softwaresysteme und Zuspieler

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Kern & Stelly setzt neben den herstellereigenen Softwaresystemen von BenQ, NEC und Samsung auf  Digital Signage Zuspieler von BrightSign. Die BrightSign Player werden mit einer Software geliefert (BrightAuthor), mit der Digital Signage Content selbst von Laien erstellt werden kann.

Um ein Bild eines Zuspielers (Computer oder Digital Signage Player) auf die Einzeldisplays der Videowall zu „verteilen“, eignen sich sogenannte Videowall-Controller.  Wir setzen auf die Produkte vom Hersteller Datapath, die mit umfangreicher Software auch komplexe Videowall-Systemen gerecht werden und natürlich 4K/UHD-fähig sind.

Das Thema Videowall oder Einzeldisplays ist also ein vergleichsweise komplexes, bei dem immer der Einzelfall und eine umfassende Beratung entscheiden muss.

Wenn Sie sich mit dem Thema Videowall auseinandersetzen möchten oder eine konkrete Anfrage zu einer Installation haben, sind wir für Sie da.


Videowalls vs. Einzeldisplay Pro und Contra

Pro

  • Fast beliebig große Bilddiagonalen und Anordnungen sind möglich
  • I.d.R. etwas geringerer Preis der Gesamtlösung als ein gleichgroßes Einzeldisplay
  • Bei einem Ausfall muss nur das defekte Gerät ausgetauscht werden
  • Einfachere und meist günstigere Logistik als bei großem Einzeldisplay

Contra

  • Spezielle Halterungen für jedes Einzeldisplay erforderlich
  • Kalibrierung der Einzeldisplays zur homogenen Farb- und Helligkeitsdarstellung
  • Rahmen der Einzeldisplays kann als störend empfunden werden
  • Videodisplays mit ultraschmalem Rahmen sind empfindlicher als herkömmliche Bildschirme
  • Je nach Videowall kann zusätzliche Hardware zur Bildaufteilung nötig sein

HABEN SIE NOCH FRAGEN? WIR HELFEN IHNEN GERNE!

Frank Bellmann
Monika Göckede